Offenes Katzenbett oder Katzenhöhle? Was zu Ihrer Katze passt
Manche Katzen rollen sich mitten auf dem Sofa zusammen, andere verkriechen sich in einen Karton, in den Schrank oder unter eine Decke. Bei der Wahl des Katzenbetts kommt es deshalb weniger auf das Aussehen an als darauf, wie Ihre Katze am liebsten ruht.
Wenn Sie zwischen einem offenen Katzenbett und einer Katzenhöhle schwanken, beobachten Sie zuerst die Plätze, die Ihre Katze sich selbst aussucht. Ihre Gewohnheiten verraten meist mehr als jede allgemeine Empfehlung.
Wann ein offenes Katzenbett passt
Ein offenes Bett bietet guten Überblick und ist von allen Seiten leicht zugänglich. Es passt deshalb oft zu Katzen, die gern auf dem Sofa, im Bett, auf der Fensterbank oder an anderen Plätzen liegen, von denen aus sie das Geschehen verfolgen können – auch erhöht, etwa auf einem Katzenbett für die Wand.
Eine gute Wahl ist es auch für Katzen, die im Schlaf oft die Position wechseln oder sich gern lang ausstrecken. In einem offenen Bett schränken keine Wände sie ein, und sie haben mehr Platz.
Schläft Ihre Katze meist mitten im Raum und sucht keine Verstecke, gibt es wenig Grund, ihr eine geschlossene Höhle zu kaufen, nur weil sie gemütlich aussieht.
Wann eine Katzenhöhle die bessere Wahl sein kann
Eine Katzenhöhle schafft einen teilweise geschlossenen Raum, der Blicke und Trubel von außen abschirmt. Sie kann deshalb gut zu Katzen passen, die oft in Kartons, unters Bett oder an andere geschützte Orte kriechen.
Ein weiterer Vorteil ist mehr Privatsphäre. In einem lebhaften Haushalt bietet eine Höhle einen Ort, an dem Ihre Katze abseits des Geschehens ruhen kann.
Ein geschlossenerer Raum kann auch in der kalten Jahreszeit angenehm sein, weil sich die Wärme darin meist besser hält. Das heißt aber nicht, dass jede Katze automatisch eine Höhle bevorzugt.
Wenn Sie sich nicht festlegen möchten: Das Filzbett Nest ist geschlossen eine Höhle und lässt sich flach drücken, dann wird daraus eine offene Liegefläche.
Achten Sie auf die Schlafposition
Auch die Art, wie Ihre Katze schläft, hilft bei der Entscheidung.
Rollt sie sich meist zu einer Kugel zusammen und sucht Plätze, an denen sie sich anlehnen kann, gefällt ihr wahrscheinlich ein Bett mit höherem Rand oder eine Höhle.
Liegt sie dagegen oft ausgestreckt, schläft auf der Seite oder lässt einen Teil des Körpers über die Sofakante hängen, fühlt sie sich in einem geräumigeren offenen Bett vermutlich wohler.
Das ist keine feste Regel, sondern ein weiterer Hinweis, den Sie mit den Lieblingsplätzen Ihrer Katze kombinieren können.
Auch der Standort spielt mit
Art und Standort des Betts hängen zusammen.
Ein offenes Bett an einem ruhigen, erhöhten Platz kann Ihrer Katze auch ohne Dach und Seitenwände Sicherheit geben. Eine Höhle mitten in einem belebten Flur wirkt dagegen kaum wie ein ruhiger Rückzugsort, obwohl sie geschlossen ist.
Ignoriert Ihre Katze das neue Bett, muss es also nicht an der Bauart liegen. Probieren Sie einen anderen Platz aus, bevor Sie es austauschen.
Die beste Orientierung ist auch hier ganz einfach: Wo legt sich Ihre Katze von selbst hin?
Im Sommer und im Winter will sie vielleicht etwas anderes
Die Vorlieben können sich im Lauf des Jahres ändern.
Eine Höhle, in der Ihre Katze im Winter regelmäßig schläft, bleibt im warmen Sommer vielleicht leer. Dann wechselt sie lieber auf ein offenes Bett, die Fensterbank oder eine kühlere Fläche.
Genauso kann sie sich bei kühlerem Wetter wieder an geschütztere Plätze zurückziehen.
Sie müssen also nicht gleich annehmen, dass Ihre Katze ihr Bett nicht mehr mag. Vielleicht reagiert sie einfach auf die Temperatur in der Wohnung.
Braucht Ihre Katze beides?
Sie müssen nicht automatisch ein offenes Bett und eine Höhle kaufen.
Ihre Katze nutzt wahrscheinlich schon mehrere Ruheplätze, die keine klassischen Katzenbetten sind – das Sofa, Ihr Bett, einen Stuhl, die Fensterbank oder eine Lieblingsdecke. Ein neues Bett ist nur eine weitere Möglichkeit.
In einem Haushalt mit mehreren Katzen kann eine größere Auswahl an Ruheplätzen sinnvoll sein, vor allem wenn die Katzen unterschiedliche Plätze mögen.
Wichtiger als die Zahl der Betten ist, dass jede Katze einen Ort findet, an dem sie ungestört ruhen kann.
Lassen Sie Ihre Katze entscheiden
Ob offenes Katzenbett oder Katzenhöhle – keine der beiden Varianten ist grundsätzlich besser.
Achten Sie darauf, ob Ihre Katze Überblick oder Rückzug sucht, ob sie ausgestreckt oder zusammengerollt schläft und ob sie ihre Plätze im Lauf des Jahres je nach Temperatur wechselt.
Passt ihr Verhalten eher zu offenen Plätzen, beginnen Sie mit einem offenen Bett. Sucht sie regelmäßig Kartons und geschützte Ecken, ist eine Katzenhöhle wahrscheinlich die bessere Wahl.
Am Ende entscheidet sowieso Ihre Katze.